PFAS-freie Alternativen für Tribologie und Antihaftanwendungen: Verbundprojekt ab Februar 2027
Mit dem ab Februar 2027 geplanten Verbundprojekt „PFAS-freie Alternativen 2 – Oberflächen bewegen ohne PFAS“ rückt die Suche nach leistungsfähigen Ersatzlösungen weiter in den Fokus.
Ziel des Projekts ist es, PFAS-freie Alternativen für Tribologie und Antihaftanwendungen systematisch zu identifizieren, zu bewerten und hinsichtlich ihres praktischen Einsatzpotenzials einzuordnen.
Bereits in der ersten Auflage des Projekts beteiligten sich 14 Unternehmen aus den Branchen Medizintechnik, Automotive, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie sowie Luft- und Raumfahrt an einem breiten Screening zu Kunststoffen, Additiven und Beschichtungstechnologien. Die sich daraus ergebenen Fragestellungen sind nun Gegenstand des Folgeprojekts im kommenden Jahr.
Ein besonderes Merkmal des nachfolgenden Projekts ist seine außergewöhnliche Flexibilität: Unternehmen können den Umfang ihrer Mitarbeit individuell an ihre Anforderungen anpassen und gezielt die Themen wählen, die für ihre Anwendung relevant sind.
Basispaket schafft Orientierung und Marktüberblick
Das für alle Projektteilnehmer vorgesehene Basispaket vermittelt einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt stehen die PFAS-Regulatorik sowie Markt- und Technologierecherchen zu tribologisch optimierten Kunststoffmaterialien und innovativen Antihaftsystemen.
Darüber hinaus analysiert das Projektteam verfügbare Lösungsansätze und bewertet deren Potenziale. Fachbeiträge externer Experten ergänzen die Inhalte und liefern zusätzliche Einblicke aus Forschung und Industrie. So erhalten die Teilnehmer eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Auswahl geeigneter PFAS-freier Alternativen für Tribologie und Antihaftanwendungen.
Praxisorientierte Untersuchungen für Material- und Beschichtungslösungen
Im optional buchbaren Praxispart 1 untersucht das KIMW tribologisch optimierte Kunststoffmaterialien unter praxisnahen Bedingungen. Die Projektgruppe definiert dazu zwei Grundpolymere und recherchiert geeignete Handelstypen. Geprüft werden sowohl unadditivierte Werkstoffe als auch PTFE-modifizierte Varianten sowie drei PFAS-freie Gleitadditivsysteme. Die Bewertung erfolgt mithilfe umfassender Tribometer-Untersuchungen.
Der ebenfalls optional buchbare Praxispart 2 konzentriert sich auf die Antihaftwirkung unterschiedlicher Beschichtungssysteme. Hierfür werden vier bis sechs PFAS-freie Lösungen aus relevanten Technologieklassen ausgewählt und mit einem PTFE-/PFA-Referenzsystem verglichen. Die Untersuchungen umfassen unter anderem Kontaktwinkelmessungen, Rauheitsanalysen sowie die Bestimmung von Release- und Ablösekräften.
Ergänzend können Unternehmen individuelle Leistungen beauftragen und spezifische Fragestellungen bearbeiten lassen. Damit bietet das Projekt eine praxisnahe Plattform, um PFAS-freie Alternativen für Tribologie und Antihaftanwendungen gezielt zu bewerten und frühzeitig für eigene Produkte und Prozesse nutzbar zu machen.
Der Start des Verbundprojekts ist für Februar 2027 geplant. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Zur Projektseite „PFAS-freie Alternativen 2“
Ausführliche Projektinformation (pdf)
Weitere Informationen:
Julia Loth
Tel.: +49 2351 1064-161
Mail: loth@kimw.de